#59 Hendrik Pfeiffer: Wofür es sich zu rennen lohnt

Shownotes

Zurück im Hochleistungssport! Mit Hendrik Pfeiffer ist nicht nur einer der besten deutschen Marathonläufer zu Gast, sondern auch eine der spannendsten und interessantesten Figuren des deutschen Leistungssportsystems. Er war bei den Olympischen Spielen dabei, hat Medaillen bei internationalen Meisterschaften gewonnen und vieles mehr. Außerdem ist er jemand, der seine Stimme erhebt, wenn in Sport-Deutschland etwas nicht so läuft, wie es vermeidlich laufen sollte. Alles in allem: Ein Kerl, bei dem es sich lohnt, hin- und zuzuhören. Viel Spaß!

WERBUNG Der Podcast wird präsentiert von MNSTRY. Bei MNSTRY geht es um Sporternährung und wer das Sortiment bisher nicht kennt, sollte es dringend ausprobieren. Ganz neu dabei: der PRE SLEEP MIX. Der Drink ist dafür da, die natürliche Schlaffunktion zu unterstützen und dadurch die vielleicht größte Quelle für Regeneration zu fördern. Im Podcast erzähle ich etwas mehr dazu, wer es aber gerne selbst nachlesen will, findet unter folgendem Link alle wichtigen Infos! Und außerdem: Für alle, die erstmals bei MNSTRY etwas bestellen wollen, gibt es noch etwas Besonderes … ihr könnte nämlich 15% sparen! Bis zumm 31.5.2026 gibt es für alle Erstbestllungen 15% Rabatt. Der Code dafür lautet HEADBEYOND15 **CODE: **HEADBEYOND15 DIREKT ZUM PRE SLEEP MIX

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen beim Head Beyond Podcast.

00:00:03: Hier gibt es jede Woche ein neues Gespräch mit Menschen und Persönlichkeiten aus der Sportwelt.

00:00:08: Es geht dabei vor allem um die Dinge und Themen, die man nicht in Ergebnislisten ablesen kann, die den Sport aber besonders machen – also alle Gedanken, die dazu gehören, die Selbstzweifel, den Umgang mit Druck, mit Rückschlägen, die Comebacks … Und die Frage was man daraus fürs eigene Leben lernen kann!

00:00:30: Diese Woche geht es zurück in den Hochleistungssport und zwar habe ich mich mit dem deutschen Marathonläufer Henrik Pfeiffer unterhalten.

00:00:40: Natürlich ist Henrik jetzt nicht irgendein deutscher Marathon-Läufer, sondern einer der besten die wir haben!

00:00:46: Er war für Deutschland bei den Olympischen Spielen am Start.

00:00:49: Er hat Medaillen bei internationalen Meisterschaften gewonnen, zweimal den Köln-Marathon für sich entschieden, den Hannover-Marathons gewonnen eine Bestzeit von zwei Stunden sechs zu stehen.

00:00:59: und und aber das was ihn eigentlich fast noch mehr auszeichnet als so seine sportliche Leistungsfähigkeit ist die Tatsache dass Henrik Kerl ist der den Finger in die Wunde legt, wenn es Missstände gibt und zwar im Leistungssportsystem vor allem natürlich in der Leichtathletik.

00:01:19: Ich persönlich verfolge ihn richtig gerne um mitzubekommen welche Position er vertritt aber auch um zu beobachten wie er den Leistungsport lebt und versucht zu transportieren, wie er Menschen motiviert inspiriert und mitnimmt und das nicht nur alleine sondern auch zusammen mit seiner Ehefrau Esther.

00:01:39: Im Podcast ging es mir darum, ihn so ein bisschen kennenzulernen und auch rauszufinden aus was für einem Holz er eigentlich geschnitzt ist.

00:01:46: Es hat richtig Spaß gemacht sich mit ihm zu unterhalten weil Henry ganz offensichtlich nicht einfach nur Kilometer um Kilometer und Kilometer abspult sondern auch noch richtig etwas in der Birne hat.

00:02:00: Bevor es gleich losgeht mit dem Interview noch der kleine Hinweis dass diese Episode präsentiert wird von Ministry Und zwar würde ich euch gerne Ein spezielles Produkt ans Herz legen und das ist ganz, ganz neu.

00:02:13: Es geht um den Presleep Drink.

00:02:18: Sinn und Zweck des Presleep Drinks ist letztendlich eine Verbesserung der Schlafqualität und dadurch auch eine Unterstützung der vielleicht aller wichtigsten Regenerationsmaßnahme die die Natur uns geschenkt hat dem Schlaf.

00:02:35: Wodurch kann der Drink da jetzt eine Unterstützung sein?

00:02:40: Einerseits soll er die Einschlafzeit verkürzen, andererseits die Tiefschlafhasen verlängern und dadurch dann die nächtliche Regeneration verbessern.

00:02:49: Das wirkt sich dann aufs gesamte Wohlbefinden aus.

00:02:52: also das geht beim Gehirn los, geht weiter beim Hormonsystem und letztendlich auch der Muskulatur.

00:03:00: Wie immer bei Ministry ist natürlich auch beim Pre-Sleepdrink Verlass darauf dass auf alle künstlichen Aromen und Süßstoffe verzichtet wird und nur natürliche Inhaltsstoffe verwendet werden.

00:03:13: Logischerweise geht es dabei nicht um ein Schlafmittel oder sonst irgendwas, sondern um eine natürliche Unterstützung der Schlaffunktionen.

00:03:23: Besonders hilfreich ist die Anwendung in sehr, sehr stressigen Phasen also sei es durchs Training, Beruf, Alltag was alles so los ist im Leben Intensive Trainingsblöcke, abendlichem Training, Wettkämpfe dann wenn das System richtig hochgefahren ist oder auch wenn man viel unterwegs ist auf Reisen und beim schlafen in ungewohnter Umgebung eher dazu neigt Probleme oder Schwierigkeiten zu haben.

00:03:49: Gerade das letzte Beispiel ist etwas wovon ich ein Liedchen singen kann und ich kann mir vorstellen dass es da noch ganz ganz viele andere gibt die genau in so einem Fall sehr davon profitieren würden so etwas wie den Pre-Sleep Drink zur Hand zu haben.

00:04:06: Wenn euch die genaue Zusammensetzung und die unterstützenden Inhaltsstoffe interessieren, findet ihr das alles fein säuberlich aufgeführt auf der Website vom Ministry.

00:04:17: Den Link gibt es in den Show Notes.

00:04:19: und das allerbeste wenn ihr bisher noch nie bei Ministry bestellt habt und das mal ausprobieren wollt dann könnt ihr euch den Warenkorb vollpacken und dann bei eurer Erstbestellung.

00:04:33: Der Code lautet Head Beyond Fünfzehn.

00:04:36: Head Beyond alles groß, alles zusammengeschrieben, fünfzehn als Zahl findet ihr aber auch nochmal in den Show Notes.

00:04:43: Der Code läuft bis zum einund dreißigsten fünften zwanzig sechsundzwanzig.

00:04:48: und damit genug der warmen Worte.

00:04:51: jetzt geht es los mit dem Podcast.

00:04:53: viel Spaß beim Zuhören.

00:04:54: hier kommt das Interview mit Hendrik Pfeiffer.

00:04:59: du bist Ja, fast so ein bisschen im Terminstress.

00:05:01: Also wir nehmen jetzt auf und du hast gleich dann als Anschlusstermin direkt die nächste Aufnahme?

00:05:06: Ist das richtig?

00:05:08: Das ist richtig ja!

00:05:09: Ist das was dir Spaß macht oder ist es für dich so wo du das boahst echt irgendwie... ...das ist der Teil den man arbeiten nennt daran Profi zu sein.

00:05:17: wie ist das bei dir?

00:05:18: Ganz im Gegenteil also ich mache das schon gerne nicht bin selber auch Journalistik Student und dementsprechend interessiert an Medienformaten und ich begreife das schon als Teil meiner Identität als Sportler, dass man eben auch präsent ist und Position bezieht oder einfach auch Sichtbarkeit erzeugt.

00:05:33: Und du verspricht über das was man tut weil nur dann kann man irgendwie auch wahrgenommen werden und vielleicht auch im besten Fall Leute inspirieren oder vielleicht einfach auch eine Diskussionslage bilden für Grundlagebilden für Leute.

00:05:46: Deswegen ist es ein ganz wichtiger Teil den sowohl ich als auch meine Ehefrau Esther machen und wo wir uns immer viel Zeit für nehmen.

00:05:52: Wir haben ja selber ein eigenes Medium Podcast was herausbringen Dass jetzt tatsächlich nochmal zwei an einem Abend sind, das ist nicht der Normalfall.

00:06:00: Das ist auch dem geschuldet dass wir in der Off-Season Tennis zählt dann eben ein bisschen mehr Termine annehmen als wir es normalerweise können einfach weil das Training dann eben bisschen runter geht.

00:06:10: Weil meistens dann ja auch ein wichtiger großer Wettkampf gerade zurückliegt und vergangen ist und da natürlich auch mehr zu erzählen ist.

00:06:17: und deswegen habe ich zwar weniger Training dafür aber drumherum den einen anderen Termin mehr.

00:06:22: Was würdest du sagen, gehört dann auch zur Identität von dir dazu?

00:06:25: Also wenn du sagst so diese Öffentlichkeitsarbeit weit gefasster Begriff aber das ist ein Teil der Identität.

00:06:32: Ja also die Öffentlichkeit Arbeit ist im Grunde ja nur Ausdruck der Identitet und der Werte für die man stehen will als Sportler da.

00:06:37: ich finde schon dass man sich egal welche Sportart man macht ab einem gewissen Level auch damit beschäftigen sollte Dass man eben nicht nur irgendeine gute Leistung erbringt Und dann wieder in eine Versenkung verschwindet Sondern dass man irgendwas auch transportieren möchte.

00:06:49: damit und habe Ich mir schon viel Gedanken immer zu gemacht Und ich finde die Sachen, die ich jetzt erlebe als Sportler im Profibereich.

00:06:57: Die sind natürlich auch mit viel Effort und Investment verbunden.

00:07:00: aber man erlebt natürlich auch ganz andere Sachen als viele andere in ihrem eigenen Leben und dementsprechend ist es schon wichtig solche Sachen und Erlebnisse eben auch rüberzubringen zu transportieren.

00:07:11: Es können ja auch Misserfolge sein, die man einfährt.

00:07:13: Aber dann einfach den Leuten mehr wert zu bieten entweder wie man was erreicht, was am Ende klappt oder auch wie man vielleicht vermeidet einen zukünften Misserfolg der mir jetzt passiert ist, dann zu fair meiden.

00:07:23: Gott sei Dank hatte ich in letzter Zeit eher die erfolgreiche Seite des Sports kennengelernt und da macht es natürlich noch mal mehr Spaß drüberzureden.

00:07:30: aber Ich finde nicht die Daseinsberechtigung für ein Sportler Die ist nicht nur schnell zu sein gut zu sein oder Leistung zu erbringen sondern hat ja auch irgendwie eine Vorbildfunktion im besten Fall Und der gerecht zu werden, finde ich.

00:07:43: Da gehört eben dazu dass man eben auch eine Sichtbarkeit hat und dementsprechend stecke ich immer viel Energie da.

00:07:48: rein Social Media Podcasts und Medienarbeit ist dann eben ein Teil dessen wie man das eben auch kommunizieren kann.

00:07:55: Und für welche Werte möchtest du stehen oder welche Worte sind dir wichtig die zu transportieren?

00:08:00: Also ich komme ursprünglich aus dem Mannschaftssport im Fußball habe aber trotzdem relativ früh den Sprung in der Einzelsportart Marathon laufen oder Ausdauersport erst mal.

00:08:10: Marathon war es ja nicht direkt dann auch gefunden, weil mich immer fasziniert hat dass in unserer Sportart ist eine sehr ehrliche Sportart.

00:08:17: Wenn mir vielleicht ein Dopingproblematik mal wegfallen lässt, ist das ne sehr eherliche Sportart.

00:08:22: wenn ich arbeite für etwas?

00:08:24: Dann sehe ich Resultate kann damit vorankommen und dieses Arbeiten strukturiert auf was hinarbeiten ist eine Sache die mich schon an diesem sport faszinert hat und die mich bis heute antreibt, dass ich sehe wenn ich mir jetzt wie ich mal was vornehme, meine Energie und meine Leidenschaft da rein stecke.

00:08:41: Dass man dann eben auch sieht, da kommt etwas bei rum, was einen erfüllt.

00:08:45: Wofür ich aber auf jeden Fall stehen will ist das man dieses Ganze nicht nur erreicht sondern eben auch gesund erreicht gerade in den extremen Ausdorschbordaten.

00:08:54: Da gibt es auch andere Beispiele, dass man da eben auf Abwege gerät und für mich ist es eben sehr wichtig, dass immer die Gesundheit an oberste Stelle steht.

00:09:02: natürlich ... ist es oft super anstrengend und man hat auch nicht jeden Tag irgendwie Lust auf das Ganze.

00:09:09: Aber mir ist eben wichtig, dass ich Vorlebe auch im Profibereich... ...dass mir der Sport jetzt immer noch mehr gibt als ich ihn investiere.

00:09:16: Und das finde ich schon ein sehr wichtiger Message,... ...die man eben rüberbringen soll.

00:09:20: weil wenn ich jetzt vornehme, ich reite mich hier komplett für was auf,... ...habt gar keinen Spaß mit dran, jag vielleicht irgendwelchen Geldscheinen hinterher,... ...habe aber eigentlich gar keine Lust mehr dazu dann fände ich das schwierig da irgendwie von einer Vorbildfunktion zu

00:09:32: sprechen.".

00:09:33: Und deswegen versuche ich eben gemeinsam mit Esther das eben auch zu verkörpern, dass man immer noch auf Profi-Niveau unterm Strich nicht an jedem Tag aber unterm strich Spaß an der Sache hat.

00:09:43: Das rüberzubringen ist zum Beispiel ein ganz wichtiges Anliegen.

00:09:46: Dass Leute sagen, ich habe mir das immer angeguckt und habe es verfolgt und habe wegen euch angefangen entweder mit dem Laufen oder vielleicht hab mir das erste Mal einen Marathonerziel gesetzt weil der Spaß rüber kommen soll.

00:09:56: wenn man immer nur Qual und Ärger vorlebt dann wäre das natürlich der falsche Weg.

00:10:02: Das ist eine ganz wichtige Motivation.

00:10:05: Ganz spannend, was du gerade sagst mit dem Thema unterm Strich sollte es immer noch mehr Spaß machen.

00:10:11: aber das geht auch nicht darum jeden Tag Spaß zu haben oder nur Spaß zu habe.

00:10:14: Habe ich letztens noch mit jemandem drüber gesprochen der auch so dass für sich ein bisschen abgegrenzt hat.

00:10:18: er hat gesagt Für ihn geht's eigentlich überhaupt nicht darum immer nur Spaß Zu haben sondern Freude daran zu haben an denen man macht und das fand ich irgendwie ganz spannenden Unterschied.

00:10:28: er meinte Alles was mit Scheitern zu tun hat, kann einem Freude bereiten wenn man versucht damit umzugehen oder die Herausforderung darin erkennt.

00:10:38: Und das fand ich auch eine ganz spannende Perspektive.

00:10:40: Kannst du damit

00:10:40: was machen?

00:10:40: Ja schon sehr richtig für die schöne Abgrenzung zwischen Spaß und Freude weil die Freude kann eigentlich erst eintreten wenn man manchmal auch keinen Spaß gehabt hat und ein Marathon in zwei-null sechs den läufst du nicht wenn du jeden Tag wirklich Freude an allem hast sondern du musst halt manchmal auch einfach durch Phasen durchgehen die halt auch einfach schwierig sind.

00:10:58: also eine Marathon Vorbereitung auf dem Niveau Das sind halt schon zwölf bis vierzehn Wochen, wo man nicht mehr viel am gesellschaftlichen Leben teil hat.

00:11:05: Also da muss man wirklich komplett all in gehen.

00:11:08: Man trifft kaum noch Freunde, man isoliert sich um nicht krank zu werden.

00:11:12: Man muss sich einfach ausruhen weil man sonst eben das auch körperlich nicht durchhalten würde.

00:11:16: und da ist es dann eben nicht immer Spaß wenn's die dreizehnte Einer der Woche ist, wenns dann der zweihundertzehnte Kilometer in der Woche isst.

00:11:23: Das ist dann eben schon ein Weg den man dahinter sich bringen muss.

00:11:27: Aber die volle Freude und diese Erfüllung, wenn das dann aufgeht, dass man tatsächlich diesen Marathon in Bestzeit rennt.

00:11:34: Dann hat man eben diese erfüllende Freude an dem Ganzen.

00:11:37: Und das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Tag spaßig dahin ist aber das finde ich eben wichtig so ne?

00:11:41: Das ist ja auch eine super Sache, die man sich fürs normale eigene Leben mitnehmen kann.

00:11:46: die richtig großen Sachen, die einen voll erfüllen.

00:11:49: Die sind immer damit verbunden dass man auch mal durch eine schwierige Phase geht und das kann man natürlich im Sport perfekt vorleben gerade jetzt in Marathon laufen wo Woche um Woche alles aufeinander aufbaut und wenn man da eben ein paar Wochen schleifen lässt dass man das natürlich auch direkt um die Ohren gehauen bekommt.

00:12:03: und dementsprechend bietet sich der Marathon da eben auch so an.

00:12:06: und das ist eben auch eine Sache die wir erzählen wollen

00:12:11: Du weinst es auch grade?

00:12:14: Bei dir aktuell so ist, dass der Profisport dir mehr gibt als du reinsteckst.

00:12:19: und jetzt hast wir gerade schon ein bisschen das Investment beschrieben.

00:12:22: Also wochenlang darauf zu verzichten soziale Kontakte pflegen zu können Familie Freunde zu sehen also... Der Verzicht zum Beispiel auf Zeit mit Menschen die man gerne hat is ja ein Invest.

00:12:34: was du eingehst und was du gerne eingehst Und was würdest du sagen?

00:12:38: Wodurch bekommst du das dann zurück das du sagen kannst Der Profi-Sport gibt dir mehr als du an der Stelle reinsteckst.

00:12:46: Also einmal, dass ich eben auch bestimmte Erfolge einfahre.

00:12:49: also das ist schon auch eine meine Hauptantriebe.

00:12:52: und da sich sage ich bin... Mein Motiv ist ein Leistungsmotiv.

00:12:56: es gibt ja andere Motive.

00:12:57: man kann sich fit halten wollen einfach gesund mit Freunden irgendwie draußen unterwegs sein.

00:13:01: Mein Motif ist schon relativ klar ein leistungsorientiertes Motiv und das ist natürlich ein tolles Gefühl.

00:13:06: wenn's einem gelingt Dann so ein Riesenprojekt Marathon sehe ich schon wie ein Projekt wie ein Pitch, den man lange vorbereitet wenn der dann eben gelingt.

00:13:14: Und wenn das dann eintritt diese Situation und man zurückblickend sagt Ich habe jetzt hier mal drei Monate voll investiert in irgendwas es hat sich richtig ausgezahlt und ich hab da jetzt diesen Erfolg ist das eine große Triebfeder aber natürlich nicht die einzige so.

00:13:27: Es ist natürlich die Möglichkeit viel rumzukommen auf der Welt.

00:13:31: Das auch eine Sache die mich reizt dass das schöne tatsächlich an unserer Sportart, dass da kaum jemand landet.

00:13:38: Zumindest jetzt hier in Deutschland der oben ankommt, der das macht weil er von vornherein irgendwie eine Karriere angestrebt hat mit der Geld verdienen wollte.

00:13:45: die meisten von uns haben die leichter tätig als Hobby als Jugendlicher betrieben und sind da reingewachsen und irgendwann habe ein Level erreicht wo man sagte vielleicht kann ich jetzt sogar Profi werden und dann war man auf einmal drin.

00:13:56: Ist vielleicht ein Fußball etwas anderes?

00:13:58: oder kann ich mir schon vorstellen, dass manch sagen.

00:14:00: Ich will die große Fußballer Karriere machen und gehen das auch so gezielt schon mit dreizehn vierzehn Jahren an?

00:14:05: Das ist bei uns sehr selten wenn überhaupt.

00:14:07: das existiert also allein bei mir.

00:14:09: siehst du das schon daran.

00:14:10: Ich habe ja noch mein erstes Semester Regelstudienzeit studiert.

00:14:14: Ich hab einen Studium gewählt als Journalist wo im Voluntariat Teil des Studiums ist was mir jetzt natürlich voll auf die Füße fällt weil de facto Ich will natürlich jetzt nicht mehr absolvieren kann, während die Karriere so läuft wie sie gerade läuft.

00:14:27: Das heißt ich bin jetzt mit, also ich bin drein-dreißig und bin immer noch eingeschrieben weil ich diese Volontariat habe.

00:14:34: So das zeige ich ja eben!

00:14:35: Ich hab' so eine Karrierei nicht geplant, ich bin da irgendwann reingewachsen und hab mich dann dafür entschieden dieses Hobby zum Beruf zu machen.

00:14:41: Und darauf will ich natürlich hinaus.

00:14:43: Also wenn es dir vergönnt ist ein Hobby für dass du intrinsisch motiviert bist zum berufzumachen ist das natürlich extrem erfüllend.

00:14:50: Und ich habe natürlich noch das große Privileg, dass jetzt meine Frau Esther das eben auch macht.

00:14:54: Den gleichen Sport die gleiche Disziplin und wir natürlich das gemeinsam als Ehepaar leben.

00:14:59: und das ist natürlich das allerbeste Szenario weil dadurch ist es eben nicht so, dass der eine dann nine to five Job hat in der Woche dann da immer zur Arbeit muss am Wochenende dann Zeit hat und was machen will mit einem?

00:15:10: Und ich derjenige bin der dann sein Long One absolvieren muss und eigentlich gar kein Zeit für sie hat.

00:15:15: Dadurch, dass wir unsere Leben sozusagen synchronisiert haben funktioniert das perfekt, also ich habe das Privileg.

00:15:21: Ich kann jeden Tag oder sagen mal an dreihundertfünfzig Tagen im Jahr sehe ich meine Frau und verbringe fast den ganzen Tag mit ihr zusammen.

00:15:29: Während alle anderen dann in der Regel ein Großteil des Tages irgendwo getrennt sind weil der eine arbeitet, der andere nicht oder vielleicht auch und das ist natürlich auch ne extrem schöne Situation.

00:15:40: und dann ist es mittlerweile eben auch soweit gekommen dass so viele neue Möglichkeiten sich durch diesen Sport eröffnet haben Dadurch, dass ich eben auch an Medien interessiert bin.

00:15:50: als Journalismusstudent, konnte ich jetzt mittlerweile mein eigenes Podcast aufbauen, konnte ein eigenes Social Media aufbauten.

00:15:56: Also genau die Arbeit, die mich eh schon fasziniert hat dann mit meinem Hobby kombinieren und sozusagen alles in einer Hand haben.

00:16:04: vielleicht ein ganz interessant für euch Erzehrer, dass wir uns eigentlich gar nicht so sehr als reine Sportler begreifen.

00:16:10: Sondern wir sehen uns fast wie so'n kleines Start-up wo natürlich Training und Leistung diese klassische Sportleitätigkeit den Kern des Ganzen bildet.

00:16:17: aber aus diesem Kern wachsen ganz viele Arme raus Und einer dieser Arme ist dann eben auch das man eben coolen Podcasts jede Woche produziert und rausbringt.

00:16:25: da lernt man natürlich unglaublich viel auch fürs Leben was dann irgendwann nach der Karriere kommt.

00:16:29: Ich muss mir gerade eine Sache... ...eine Frage aufschreiben damit ich die nicht verliere weil die würde mich nachher noch interessieren.

00:16:36: Ich habe aber vorher noch eine Frage dazu, was du meintest mit diesem Gefühl?

00:16:41: Du hast das Leistungsmotiv und dann ist natürlich so.

00:16:44: die maximale Befriedigung davon ist wenn du ein gutes Rennen gehabt hast also dass du dir das bestätigen kannst wofür du trainiert hast Aber das Gefühl was dann entsteht.

00:16:55: Kannst du sagen wie lange das bei dir Bestand hat?

00:16:57: Also wie lange kannst du davon zähren?

00:17:01: Der hat es überdauert ne Karriere.

00:17:03: Ich sage mal, alles was man erreicht hat an schönen Momenten bündelt sich und bleibt bestehen.

00:17:09: Also ich kann mich jetzt natürlich immer noch an meine erste Olympiateilnahme erinnern und freue mich da immer noch darüber dass das klappt hat.

00:17:16: also jedes Erlebnis was man im Sport hatte kumuliert sich und bleibt irgendwie im Hinterkopf dass man das eben hatte.

00:17:23: Ich glaube schwierig würde es halt irgendwie werden wenn man über mehrere Jahre hinweg so eine fürchterliche Durchstrecke im sport hat und dann immer nur einen Misserfolg nach dem Nächsten hat, eine Verletzung nach der nächsten.

00:17:33: Das wird dann irgendwann schon an die Substanz gehen.

00:17:35: aber dadurch dass wir das eben relativ gut so auch managen mit Erholung, Regeneration hatten wir eigentlich noch nicht so richtig diese Situation, dass wir so eine große Durststrecke hatten sondern... Und das ist auch wichtig finde ich dafür für diese Frage.

00:17:52: Wir haben aber bewusst darauf geachtet, dass we uns in unseren Zielen nicht verlieren.

00:17:56: Also bestes Beispiel, du hast Olympia jetzt als großes Karriereziel.

00:18:00: In meinem Fall habe ich es dann in Tokio, im Jahr zwanzig erreicht und dann könnte ich natürlich sagen... Ich setze mir das gleiche Ziel nochmal!

00:18:08: Ich möchte unbedingt nach Paris zu Olympia und ich möchte dann natürlich auch nach Los Angeles zu Olympias.

00:18:13: ist natürlich auch der Fall, aber ich habe trotzdem immer andere Impulse gesetzt in dem ich gesagt hab okay jetzt habe ich das Olympia-Ziel erreicht.

00:18:19: Jetzt brauche ich was anderes für dass sich auch wieder voll brenne.

00:18:22: dafür stehe ich jeden Tag auf.

00:18:23: hat mir dann zum Beispiel die etwas größeren Marathons gesucht.

00:18:27: Frankfurt war dann so ein Zwischenschritt für mich.

00:18:29: nicht die ganz große Bühne aber schon eine größere Bühnen als Köln oder Düsseldorf.

00:18:33: die die ich dann in den Jahren der Vorteilweise gewonnen habe und habe mich da verwirklicht habe bei der Europaschaft versucht die Medaille zu machen.

00:18:41: mit der Mannschaft hat geklappt Und dann bin ich irgendwann auf die Major-Marathons gegangen.

00:18:45: In der Phase der Karriere stecke ich ja jetzt immer noch und versuche eben auch, immer frische Reize zu setzen.

00:18:50: So habe zum Beispiel mein Ausflug in Trail Run gemacht.

00:18:53: Versuch auch mal wirklich einen Exoten zu machen.

00:18:55: also bin Singapur gelaufen oder in Bogota gelaufen weil sich die Möglichkeit geboten hat.

00:19:00: Also ich versuche immer frischen Impulse mir zu nehmen und das ist auch ein Teil dessen was ich vorleben will.

00:19:06: ne?

00:19:06: Wenn jemand immer sagt ah!

00:19:07: Jetzt muss ich die nächsten zehn Sekunden auf meine Bestzeit machen, dann wieder zehn Sekunde Das ist auf Dauer nicht komplett erfüllend, ich finde man muss immer frisch bleiben und sich dynamische Ziele setzen.

00:19:16: Und das ist sowohl Ester als auch mir eigentlich mal jetzt in den letzten Jahren ganz gut gelungen dass ich immer einen Grund habe und weiß dafür stehe ich auf und natürlich wollen wir beide jetzt auch nach LA als Ganzes.

00:19:28: aber wenn ich weiß Ich mache hier vielleicht im Herbst meinen sechsten Major Marathon und hab diese Serie kompletiert.

00:19:33: So ne?

00:19:34: Das sind immer so neue coole Aufgaben die ich mir dann eben selber setze ... hat mich bis heute bei der Stange gehalten, dass ich sage... Ich habe immer noch genauso Lust wie ganz am Anfang der Karriere.

00:19:45: Wann und woran merkst du das so ein Ziel quasi das erfüllt was du gerade beschrieben hast für dich?

00:19:54: Weil es einfach in meinem Hinterkopf irgendwann präsent ist.

00:19:57: Also ich mache mir so Gedanken Es gab Bestes Beispiel des Trailrunning-Ding,... Was ja jetzt schon bisschen sehr auf Abwägen vielleicht ist für einige die außen stehen sind Aber ich hab' immer gedacht, oh!

00:20:06: Ich fände es schon mal spannend zu wissen, wie ich mich schlagen würde in der Form, die ich dann auch wie ich habe im Marathon Training gegen die Trailrunner weil ich eben die These aufgestellt hab.

00:20:15: Auf flacher Strecke im Marathon müsste sich eigentlich auch den absoluten Top Leuten überlegen sein da und ich konnte mir selber eben nicht genau vorstellen was für einen Einfluss dann eben dieses Gelände hat wenn man zum Beispiel überhaupt keine Backup-Technik hat oder bergauf auch nicht gewohnt ist und habt mir deswegen das als Challenge gesetzt und einfach gesagt ich bereite mich gut auf ein Marathon vor.

00:20:34: Hab aber eigentlich zu viel Zeit in dieser Vorbereitung.

00:20:36: also ich hatte sechzehn Wochen in dem Fall bis zu Marathon.

00:20:38: Und was eigentlich ein bisschen zu viel ist, ich habe natürlich auch in der Vergangenheit schon mal die Erfahrung gemacht bei sechzehn Wochen hat man das Risiko schon bei dreizehn-vierzehn seinen Höhepunkt zu haben.

00:20:47: und wenn der Marathon ist eigentlich schon wieder auf dem absteigenden Ast zu sein, dann hat mir deswegen die Challenge gesetzt, bei Hälfte der Vorbereitung diesen Ausritt mit einer guten Form in den Trail Run zu probieren und weiterzumachen mit den restlichen Wochen bis zum Marathon Sodass, dass ich eben dieses Problem da gelöst habe und gleichzeitig meine Abenteuerlust befriedigen konnte.

00:21:06: Und das hab' ich dann eben gemacht und bin dann in die Schweiz gefahren im Golden Trail-Serie-Event wo wie ich auch die besten stehen im Trail war.

00:21:14: Ich hab mich überhaupt null darauf vorbereitet.

00:21:16: aber ich hatte natürlich eine gute Form durchs Marathon Training und hatte keine Chance.

00:21:20: Ich habe komplett verloren gegen die.

00:21:22: Aber hatte so viel Spaß wie schon lange nicht mehr gehabt weil ich einfach gesehen habe okay... Den Anteil hat eben die Technik in Trailrunning und es war einfach ein toller Ausritt, der mich dann auch im Kopf wieder frisch gemacht habe.

00:21:35: Die letzten sechs sieben Wochen, die da noch anstanden ist – in dem Fall Berlin-Marathon liefen dann wieder gut!

00:21:41: Und ich hab' einen Top-Berlin-Maraton abgeliefert und war einfach frisch im Kopf und ich hätte mir schon vorstellen können bei sechzehn Wochen monotoner Marathonvorbereitung am Stütte wäre ich in Berlin nicht so gut gewesen.

00:21:51: Das heißt, wenn ich es richtig verstehe ist das so ein bisschen die Abenteuerlust oder Dinge auch ausprobieren.

00:21:56: Mal gucken wie das so ist und dann auch eine gute Erfahrung damit machen also wieder den Spaßfaktor irgendwie zu erleben.

00:22:03: aber... Ich würde das gerne noch irgendwie so richtig begreifen wann Ein Ziel für dich diesen Reiz wirklich hat.

00:22:12: das heißt, dass es irgendwann im Hinterkopf so zu merkst.

00:22:15: Das flackert immer wieder auf und irgendwann ist es so ein Gedanke der ist und dauerhaft da und dann merkst du okay?

00:22:20: Das ist jetzt das nächste Ding was für mich so diesen Anspruch erfüllt in dem Sinne von... Ist eine Herausforderung der möchte ich mich verschreiben und das ist jetzt so der nächste step in meiner karriere also.

00:22:34: Also das sind so Sachen die hat man mal überfliegt was dann bleibt?

00:22:37: mein hängen sagt boah für nicht interessant, dann ist man schon wieder weg mit den Gedanken irgendwann stolpert man nochmal drüber und dann verfestigt sich dieser Gedanke.

00:22:45: Und dann irgendwann denke ich, das gehe ich mal an als Nasis.

00:22:47: Auch Wings for Life World One ist ja meine nächste Station.

00:22:50: jetzt so eine Sache.

00:22:52: Ich habe gesagt es könnte auch mal spannend sein einfach mal nicht einen klassischen Citylauf zu machen sondern vielleicht einfach mal vom Auto verfolgt zu werden rollen die Ziele sozusagen zu haben.

00:23:01: Hab mich da einfach mal drauf eingelassen.

00:23:03: aber wichtig jetzt schon immer du musst natürlich als Profisportler dann auch diese Kernwettkämpfe die am Ende eben den Kern deiner Karriere bilden.

00:23:11: Dann eben auch darfst du nicht gefährden.

00:23:14: Also wenn ich jetzt eine Vorbereitung hab, wie jetzt auf Boston auf dem Marathon.

00:23:18: Dann hat es schon Grund dass der Wings for Life World One auch nachbosten liegt und nicht vorbosten weil dann hättest du natürlich nicht gemacht.

00:23:23: Man muss eben immer wissen wann man eben auch solche Sachen machen kann.

00:23:26: aber ich habe eben die Erfahrung gemacht, man fährt besser damit.

00:23:30: Ich nenne das immer sportliche Bonbons.

00:23:31: Wenn man sich diese sportlichen Bonbons halt trotzdem aber Dann einverleibt zum Zeitpunkt, wenn sie Sinn machen und von diesem Bombon sehre ich dann eben auch.

00:23:39: Ich zähre nicht nur davon dass ich jetzt bei den ganz wichtigen Wettkämpfen meine Top-Erfolge einfahre oder zum Beispiel bei Olympia war sondern ich zähhe ja auch von dem vielleicht auch mal im regionalen Lauf hier in NRW wo ein jeder kennt, wo man einfach cooles Rennen hat.

00:23:52: was sportlich einer aber jetzt nicht komplett ans Limit bringt bin ich immer gut mitgefahren und manchmal suche ich auch aktiv danach.

00:23:59: Also es ist nicht immer so, dass ich zufällig über Verstäubere sondern... Ich schaue mir schon am Anfang des Jahres auch mal gerne den World Athletics Kalender an mit den internationalen Rennen weltweit und dann sehe ich mal so ein Ding was mich halt wirklich mal fasziniert wo ich einfach nur Lust hatte, so ne?

00:24:12: So einen Bogota das wir im Jahr zwanzivierzig gemacht haben auf zwei tausend sechsund Meter Höhe.

00:24:17: Da habe ich gesagt wann komme ich in meinem normalen Leben jemals nach Bogota, ich werde eingeladen.

00:24:22: Es passt vom Zeitpunkt her rein und auch von der Belastung die mir bevorsteht springe ich rein, das Abenteuer.

00:24:28: Das habe ich mir zum Beispiel aktiv gescoutet.

00:24:31: so ein Rennen und so scoutte ich natürlich dann auch meine zentralen Wettkämpfe aber die sind eher relativ klar.

00:24:39: also wenn man im Winter schnell rennen will kannst du nach Valencia oder Sevilla fahren.

00:24:43: da sind die Strecken gut Da ist eben nicht so viel Überraschungsfaktor drin.

00:24:47: Aber ich gucke dann schon im Rest des Jahres wo könnte mal wieder so ein Ding sein was von der Zeit her reinpasst bei mir dass sich damit nicht mein Valencia- oder Sevillier zum Beispiel gefährde wo ich aber sagt, das würde mich so erfüllen.

00:24:59: Dass ich davon wieder auch zähre und dass ich dann wieder sechs, sieben, acht Wochen am Stück wieder komplett dieses Tunnelleben habe.

00:25:07: Und damit bin ich immer gut gefahren.

00:25:09: Das ist eine Sache die ich gerne weitergeben möchte als Erfahrung.

00:25:14: Wenn ich dir zuhör, dann ist es ein bisschen der Eindruck, als hättest du oder hättet ihr zusammen also du und Esther ... wie so ein Sweetspot gefunden.

00:25:23: Also von Leistungssport und diese Ernsthaftigkeit, die man als Profi braucht... ...und gleichzeitig aber auch diese Bonbons sich rauszupicken wo man mal ausbricht aus diesem System,... ...weil das System an sich auch anstrengend ist mit dem was es einem abverlangt.

00:25:37: Und ist es denn all time high auf dem du unterwegs bist oder welche Erfahrungen... Gehören haben dich dahin gebracht.

00:25:47: Also was hat ich auch davor schon quasi geprägt?

00:25:50: Was hat der Leistungssport dir mitgegeben, damit du all das, was du jetzt gerade so erlebst halt auch erleben kannst?

00:25:59: also... Das ist ja jetzt diese Einstellung die Du hast, ist ja nicht vom Himmel gefallen vermutlich mal.

00:26:04: Näh, also das Schöne ist ja bei uns im Marathon so dass der Pieck nicht in den zwanzigern ist sondern in dreißigern.

00:26:10: Ist auch ein großen Vorteil dem wir zum Beispiel gegenüber Fußballer oder auch Sprinteren haben Weil ich glaube schon, dass ein reife Prozess im Leistungssport eigentlich so richtig erst Ende zwanzig Anfang dreißig einsetzt und für viele ist dann eigentlich schon die Peakphase der körperlichen Leistungsfähigkeit überschritten.

00:26:26: Und das sind Marathon nicht so weil da diese Zähigkeit natürlich sich so richtig auszahlt, die man sich über Jahre erarbeitet.

00:26:31: Das heißt man wird eigentlich mit jedem Jahr besser mit jeder Vorbereitung, die Man hinter sich gebracht hat wird man auch besser und trifft bessere Entscheidungen.

00:26:38: Bei mir ist es ja schon so, dass ich gerade in der Anfangsphase meiner Karriere am meisten mit Verletzungen und Ausfällen zu tun hatte.

00:26:44: Und ich habe natürlich oft auch die ganz hässliche Seite am Anfang bekommen.

00:26:48: oder bei mir ist das oft so, daß sich immer diese extremen Emotionen bekomme.

00:26:51: Du läufst ein Marathon-Debüt und rennst halt direkt die Olympianqualie, womit keiner gerechnet hat.

00:26:55: Du fährst aber trotzdem nicht zur Olympia sondern bis verletzt und erlebst Olympia dann vom Krankenbett aus.

00:27:00: Da hast du halt die beiden maximalen Emotionslagen direkt mal im ersten Marathonjahr deiner Karrieren mitbekommen.

00:27:06: Dann ziehst du dich.

00:27:06: daraus Darf ich, ja ich

00:27:10: wollte eine Zwischenfrage stellen.

00:27:11: Das was du jetzt gerade beschreibst ne?

00:27:13: Ist das mehr Fluch oder mehr Segen gewesen?

00:27:17: Da hätte mich da gefragt Fluch im Nachhinein dann schon eher ein Segen weil ich im Grunde schon mal weiß wie der Wind halt in den Sport weht.

00:27:24: also ich habe die maximalen... Also das maximale Glücksgefühl gehabt und ich hab' dass maximale Down gehabt innerhalb weniger Monate ganz am Anfang.

00:27:32: Das prägt einen natürlich so lange du nicht dran zerbrechst, prägst dich irgendwie auf eine gute Art.

00:27:38: Ja, weil du eben früh weißt, was für extreme dir begegnet werden in den nächsten Jahren.

00:27:45: Man kann natürlich auch anders argumentieren und sagen ist halt besser wenn man sich vielleicht langsam darauf vorbereitet und dann das Ganze erlebt.

00:27:50: aber im Fall denke ich halt wie ich komplett ins kalte Wasser geschmissen worden und habe eben früh auch schon lernen müssen mich aus solchen Tiefs dann auch rauszuziehen.

00:28:00: jetzt ging ja dann weiter.

00:28:00: Ich hab mich dann rausgezogen mit der Motivation Europameisterschaft im eigenen Land.

00:28:05: Was schon eine Verletzung die ein bisschen länger gedauert hat.

00:28:07: Und dann habe ich mich qualifiziert, auch für dieses Event.

00:28:11: Und es ist exakt dieselbe Situation wieder eingetreten.

00:28:13: die gleiche Verletzung und auch die hab' ich dann wieder verpasst.

00:28:17: Das heißt ich musste schon früh lernen wirklich mit ganz üblen Rückschlägen umzugehen... ...und hab daraus aber eben auch gelernt frühzeitig mir schon medizinisches Netzwerk aufzubauen.

00:28:26: weil in dieser Phase ist zum Beispiel dann Kontakt entstanden zu jemandem der mir so geholfen hat beim Präparieren meiner Schuhe dass diese Verletzungen kein Thema mehr waren im restlichen Laufen meiner Karriere.

00:28:37: oder ich konnte auch rund um diese Olympia-Quali damals, als ich dann im Krankenbett war mir ein Job als Werkstudent besorgen der jahrelangen mich begleitet hatten.

00:28:46: Der mir so viel Erfahrungswerte gegeben hat die mir hinterher maximal geholfen haben.

00:28:51: Als ich dann wieder gesund war konnte ich eben beruflich da schon zwei drei Schritte schneller machen als ich sie sonst gemacht hätte und das habe ich ihm auch gelernt in Phasen der Rückschläge mir Sachen zu suchen die vielleicht nicht direkt auf den Sport einzahlen aber die indirekt Rieseneffekt haben.

00:29:07: Ich habe bei der zweiten schlimmen Verletzung zwei Semester in einem gemacht, also doppeltes Pensum zur Regelstudienzeit und hab dann natürlich auch wieder profitiert von als ich dann wieder gesund war.

00:29:17: Dann hatte ich da eben weniger Stress in der Uni und konnte dadurch besser werden.

00:29:21: Das heißt man akkumuliert seine Erfahrungen über die Jahre hinweg im Marathon wahrscheinlich so sehr wie wenig anderen Sportarten.

00:29:28: Auch Fehler, die man gemacht hat eine Vorbereitung passiert mir halt einmal und das Training wird immer besser verfeinert Und dementsprechend kann ich jetzt immer sehr genau auch einschätzen, was meine Form ist.

00:29:39: Also ich weiß relativ genau wenn, wenn jetzt vernünftig Bedingungen sind die Strecke vernünftig ist und ich nicht irgendwie einen groben Fehler mache das nur zwischen angeht dann weise ich auf fünfzehn zwanzig Sekunden genau wo ich im Marathon rauskommen werde.

00:29:54: Manchmal kannst du natürlich schief gehen wenn du einfach am Tag selber ein Fehler machst.

00:29:57: aber die Form einschätzen zu können Hätte ich jetzt vor zehn Jahren so nicht gekonnt.

00:30:02: Und das heißt, man wird einfach mit jeder Vorbereitung besser und lernt eben auch immer besser dazu.

00:30:08: So verstehe ich auf jeden Fall Fluch und Segen was du damit meinst.

00:30:14: Was motiviert dich mehr?

00:30:15: Also ist es dass quasi vermeiden von diesem absoluten Down-Gefühl oder ist es das Erleben von dem absoluten Hochgefühl?

00:30:26: Ich bin niemals von Misserfolgen getrieben.

00:30:28: Also gibt es ja tatsächlich auch auf sportwissenschaftlicher Sicht, gibt's ja diese Typen die Erfolgssuchenden und Misserfolgsvermeidenden.

00:30:35: Das ist beides eine legitime Motivation.

00:30:37: aber ich glaube man fährt immer besser mit dem Suchen von Erfolgen.

00:30:40: Und das mache ich halt auch.

00:30:42: also Ich habe auch immer die Einstellung wenn es schief geht hab' ich es versucht Es ist immer besser als wenn ich sage ich versuche lieber ein bisschen weniger dass ich es auch schaffe.

00:30:50: Und diese Risikobereitschaft die habe ich vor allem auch von meiner Frau mir abschauen können.

00:30:55: Also Esther ist tendenziell nochmal so noch aggressiver in so Rennen reingeht und wie ich dann den ganz großen Schuss sucht.

00:31:02: Und das ist schon eine gute Inspiration, das Ganze.

00:31:04: Das ist auch eine Sache die man wenn man viel Zeit in Kenia verbringt, den Trainingslagern auch da immer ganz gut mitbekommt dass man lieber völlig über Paysen einfach mal schaut ob man durchkommt als eben diese Sicherheitsvariante.

00:31:16: und ich bin jemand der tendenziell eher schon auf Sicherheit bedacht ist aber der eben auch gelernt hat, dass am Ende das allerbeste Resultat stehen hat, wenn man vielleicht auch ein bisschen mehr versucht natürlich kein Harakiri.

00:31:29: Das passiert dann auch oft genug bei Vereinigungen, die es dann übertreiben.

00:31:33: aber so ein Beispiel bei mir ganz Gutes ist der Houston-Barathon im Jahr zwanzivierundzwanzig wo ich da auch einen relativ großen Sprung gemacht habe um anderthalb Minuten auf eine tiefe zwei Nu sieben wo ich auch los gerannt bin im Tempo wo ich gesagt hab das ist schon auf zehn Kilometer jetzt zwanzig dreißig Sekunden schneller als ich eigentlich wollte und das ging dann trotzdem gut und am Ende stand an diese Zeit her.

00:31:55: Und für was ist da noch eine gute Inspiration für dich?

00:31:57: Also es ist diese Risikopereitschaft, also auch mal etwas zu wagen um sich dann vielleicht auch entweder eine Klatsche abzuholen oder sich selbst überraschen.

00:32:05: Für was ist erst dann noch eine gut Inspiration bei dir?

00:32:08: Darf ich kompromisslos an die Sache ranzugehen, sich ein Ziel zu setzen und dann alles dafür zu tun das klappt.

00:32:14: Ich glaube dass haben wir gegenseitig voneinander uns abschauen können.

00:32:18: Da unterstützen wir uns halt auch gut.

00:32:19: wenn der eine Mal wirklich tief hat Dann kommt der andere mit diesem Mindset rein.

00:32:23: Es ist dann schon selten, dass beide wirklich einen Tief haben.

00:32:25: Das ist natürlich ein Riesenvorteil, den man dadurch hat und ansonsten auch zu zeigen was möglich ist.

00:32:31: also ich bin in diese Karriere über viele Jahre hinweg reingewachsen relativ behutsam Und Esther ist jetzt jemand die Mittelstreck darin noch war vor drei Jahren und innerhalb von aller Kürzerzeit jetzt in dieser europäische Spitze hochgekommen ist ... ja, da zu sehen wie schnell und wenn man wie ich dranbleibt... ...wie schnell man da hochkommen kann.

00:32:52: Fand ich schon relativ einzigartig so.

00:32:54: Hat es noch nicht so oft gegeben?

00:32:56: Absolut!

00:32:57: Und jetzt hast du auch vorhin schon erzählt.

00:32:59: für euch ist manchmal dieses Gefühl davon da ihr seid ein gemeinsames Start-up mit dem wie ihr Profi Sport betreibt.

00:33:07: Wenn ich das richtig erinnere dann hat jedes Start up eine Vision für die Zukunft.

00:33:12: Habt ihr sowas auch?

00:33:13: also wisst ihr Warum ihr das macht und wo ihr hin wollt mit diesem gemeinsamen Startup?

00:33:19: Also, das eine ist natürlich auch sportlicher Ebene.

00:33:22: Wir haben dann so eine übergeordnete Vision als Ehepaar zu Olympia nach LA.

00:33:27: Das wäre die absolute Krönung wenn es uns beiden gelingt als ehepaare in derselben Disziplin da hinzufahren.

00:33:34: Das ist ein Antrieb den wir haben, auch wenn das jetzt natürlich mittelfristiges Ziel ist und nicht kurzfristig.

00:33:38: Aber das ist auch sportliche Ebene.

00:33:40: so eine Sache aber das andere ist halt schon dass es uns weiterhin gelingt den Spaß an diesem Sport vorzuleben.

00:33:47: Wir haben ja wirklich auch viele Störfaktoren in dem ganzen Sport drin, das ist einmal natürlich ein großes Dopingthema.

00:33:52: wir haben öfter natürlich auch Schwierigkeiten mit dem Verband und wir wollen immer die guten Seiten des Sports vorleben und eben auch den Grund warum man sich in so einem System leistet ein Sport vielleicht reinstürzt und dann runtergebrochen auf den Freizeitläufer.

00:34:05: Dann eben warum lässt man sich überhaupt darauf ein jetzt eine Bestzeit zu jagen oder zum ersten Mal einen Marathon zu finnischen?

00:34:12: Da braucht man schon ein gutes Argument warum man sich auf so eine Herausforderung einlässt und da eben gute Gründe zu liefern, worum man das tut.

00:34:19: Das ist finde ich so eine Sache die wir transportieren wollen und wir wollen eben der erfüllte Karriere haben und beide Faktoren sportlich als auch das tragen dazu bei dass man hinterher sagen kann Wir hatten eine erfüllten Karrieren.

00:34:32: Und wir können es ihm auch gut vorstellen wenn unsere Hauptkarriere dann irgendwann mal vorbei ist trotzdem eben gerade im Bereich der Motivation weiter eine Rolle zu spielen, egal ob es dann im Unternehmenskontext ist bei Mitarbeitern oder eben auch gerade.

00:34:46: Also uns ist diese Verzahnung wichtig zum Freizeitsport dass die Daseinsberechtigung eines Profis immer daran gekoppelt ist das der Freizeit Sportler irgendwas davon haben muss weil ansonsten ist es dann nur abstrakt.

00:34:59: Dann klar kann's irgendwie interessant sein dann nur die Leistungskomponente zu verfolgen wie damals ein Gladiatoren Kampf oder was auch immer.

00:35:07: Aber ich finde halt gerade auch wenn man wie mein Fall auch Steuergelder finanziert ist, wie jetzt meine Tätigkeit als Sportsoldat.

00:35:14: Dann würde mir es nicht reichen nur eine Leistung zu erbringen sondern da muss irgendwie ein bisschen mehr dahinter stehen und das ist dann eben Leute zum Motivieren weil dafür leisten wir uns ja auch in Spitzensport.

00:35:25: Also letztendlich so die gewisse Form der gesellschaftlichen Verantwortung würdest du sagen siehst du deinem Leistungssport?

00:35:31: Ja also wenn wir schon Unternehmensbild sind ne so wie ein großes Unternehmen so einen CSR Bereich hat, also Social Responsibility.

00:35:40: So wie die sagen ist das halt unser CSR-Bereich, dass man eben sagt wir sind der Leistung verpflichtet aber wir sind auch verpflichtend eben auch mehr wert zu bieten.

00:35:50: Ich kenne tatsächlich ganz wenig oder mir würden spontan ganz wenig Leistungssport darin und Sportvereinfallen, die genau das von sich selber auch sagen können.

00:36:00: sich zu Aufgaben bewusst, sich selbst mit zur Aufgabe machen.

00:36:04: Zu sagen ich bin Leistungssportler oder Leistungssportlerin und meine einzige Aufgabe ist es nicht nur bestmöglich zu performen sondern aus diesem Privileg was man bekommt mehr als das zu machen also diese gesellschaftliche Verantwortung auch zu übernehmen.

00:36:21: Ich könnte mir vorstellen dass vieles automatisch machen vielleicht damit so sehr auseinandersetzen, aber es einfach machen.

00:36:27: Also bei uns bedeutet das zum Beispiel wenn wir bei ihm im Wettkampf sind dass wir uns halt wichtig Zeit auch nehmen für Leute die kommen.

00:36:33: weil muss er überlegen wenn da jemand ist der auf sich zugeht und dich anspricht.

00:36:37: das ist ja schon eine gewisse Überwindung die man hat und dass man sich das auch vor Augen führt.

00:36:42: Wir können natürlich jetzt nicht fünf Stunden da irgendwie stehen aber versuchen schon immer dem Ganzen gerecht zu werden.

00:36:47: ich habe lange auch versucht jede einzelne Nachricht bei Social Media zu beantworten bis irgendwann das Ausmaß dann ein bisschen zu groß war dass es einfach nicht mehr machbar war.

00:36:54: Aber wir versuchen eben, soweit wir es irgendwie können auch mit den einzelnen Leuten gerecht zu werden.

00:37:00: Weil wir eben auch wissen wenn sich da jemand die Zeit nimmt und den Nachricht schreibt dann steckt ja irgendwas drin.

00:37:04: Und das ist so ein Teil wie man zum Beispiel eben auch für sich persönlich machen kann.

00:37:08: Ich glaube bei uns verstehen viele Leute dass irgendwann es einfach zu viel wird, dass du dich dann aufreiben würdest wenn du jede Nachricht beantwortest.

00:37:15: aber deswegen finde ich dieses Podcast-Medium so toll.

00:37:18: Da kannst du jede Woche eben viele Leute auf einen Schlag erreichen und eben auch versuchen Sachen rüberzubringen.

00:37:23: Auch diese Arbeit ist ja nicht immer angenehm.

00:37:26: Das kann ja auch eine Komponente haben wie jetzt bei uns, oft mit dieser Auseinandersetzung die wir dann eben mit unserer Verband haben wo es ja auch darum geht das ist super Nerven aufreiben da sich mit Funktionären auseinanderzusetzen die vielleicht andere Interessen im Schilder haben als nur den reinen Sport voranzubringen.

00:37:43: Und wenn man da immer aneckt mit diesen Leuten, dann zieht das unglaublich viel Energie.

00:37:46: Aber da ist halt auch der Gedanke Wenn keiner nie irgendwas sagt, also wenn niemand was sagt Dann wird sich nie etwas verändern und dann wird es für jeden Nachwuchsalläten noch mal schwieriger da hochzukommen.

00:37:56: Und dementsprechend gehört dass zum Beispiel auch für uns dazu Dass man eben auch dann mal unbequeme Wege gehen muss.

00:38:04: Von daher deckt das alles sehr weite Bereiche ab.

00:38:07: Wie nehmt ihr euch in dem Kontext selber war?

00:38:09: Also die Sache ist ja Ihr setzt euch ja so letztendlich so Grundprinzipien von einem Leistungssportsystem ein, wie es eigentlich sein sollte.

00:38:21: Man könnte entweder sagen Robin-Hutmäßig oder so Querolantentum mäßig?

00:38:26: Wie nehmt ihr euch da selber wahr?

00:38:29: Der Versuch ist ja ganz klar und offensichtlich gerade von Verbandseite dieses Querolrantentum in der Öffentlichkeit zu platzieren und zu verankern bei den Leuten.

00:38:39: Das ist immer das Tückische an dem Ganzen dass die Sachen, wo wir jetzt gerade auch mit dem Verband aneinander geraten ja oft uns persönlich auch betreffen.

00:38:47: Also es hat immer zwei Dimensionen.

00:38:49: Einmal ist man persönlich selber akut in dieser Situation betroffen, wodurch es natürlich leicht ist für Funktionäre zu sagen hier will jemand seine extra Wurst.

00:38:56: aber es fällt uns natürlich da viel mehr auf wenn wir selber in der Situation sind und getroffen davon sind das da systematisch halt was falsch läuft.

00:39:05: ich könnte jetzt zum Beispiel deutlich schwieriger sagen im Speerwurf läuft das und das falsch weil ich mich dann natürlich viel weniger drin auskenne.

00:39:11: Deswegen sind oft diese Fälle, die jetzt in der Vergangenheit aufgetreten sind und ja auch gerade jetzt wieder auftreten.

00:39:16: So dass das irgendwie Esther und ich involviert sind auch persönlich Und es dann natürlich relativ leicht ist für die Funktionäre zu versuchen zu sagen da will jemand seine extra Wust haben.

00:39:26: Da müssen wir mit umgehen und eben auch gute Argumente liefern, dass es nicht so ist sondern dass es uns darum geht, dass am Ende das Beste für den Sport bei rauskommt.

00:39:37: Und wir haben natürlich jetzt in den letzten Monaten wirklich Erfahrung gemacht, dass da teilweise Leute am Ruder sitzen, denen es um eigene Machtinteressen geht.

00:39:45: Wo der Sportler dann eher Mittel zum Zweck ist, wo er funktionär nicht für den Athleten da ist oder eher andersrum.

00:39:51: das Ganze funktioniert.

00:39:52: und wenn man da wirklich mal den Mund aufmacht, hat man natürlich extrem viel Gegenwind, weil sich da natürlich Leute auf dem Schlips getreten fühlen und dementsprechend hat das auch eine Komponente die uns sehr viel Kraft irgendwie abverlangt Wo wir sagen, dass wir diesen Kampf eben führen wollen.

00:40:09: Weil am Ende einfach dann viel schiefläuft ohne komplett ins Detail gehen, weil es relativ komplexe Sachverhalte sind mit Normen und Nominierungsrichtlinien.

00:40:20: Da sind sehr viele Vents- und Arbers mit drin.

00:40:22: aber um's mal runterzubrechen hat der Verband die Absicht alles unter einen Hut zu stecken.

00:40:28: Wer mit der Leichterledlinge?

00:40:29: sehr komplexes Sportart ne, die aus verschiedenen Disziplinen besteht... Und es ist leider nicht so eindimensional.

00:40:35: Der Marathon hat andere Anforderungen als der Speerwurf oder der Sprung und der Versuch von den Funktionären, man kann es ja irgendwie auch nachvollziehen dass er da ist alles einheitlich zu haben damit keiner am Ende meckert oder es dann irgendwelche Präzidenzfälle gibt.

00:40:50: aber ich finde schon wenn man da funktionär isst muss man sich schon wieder mit beschäftigen das jede Disziplin irgendwie auch anders ist und eben auf die Bedürfnisse eingehen.

00:40:58: und dadurch dass dieser Wunsch überhaupt abzulesen ist bei den Funktionären, die gerade da am Ruder sitzen.

00:41:05: Haben wir eben für uns beschlossen... Wir werden es dafür einsetzen auch wenn's unbequem ist und auch wenn wir teilweise auch unter der Gürtelline dagegenwind bekommen weil es eben auch Teil unserer Aufgabe ist, wenn wir uns in so ein System Sport bewegen und dafür einzusetzen dass es am Ende bessere Bedingungen für alle gibt.

00:41:22: Auch wenns natürlich dann auch eine direkte Auswirkung auf unsere Situation hätte.

00:41:26: Total schwierige Position für euch!

00:41:30: Also ich stelle es mir schwierig vor, dass du einerseits Teil des Systems bist und auch darauf angewiesen bist.

00:41:36: Da ist ja mal das der Tropf an dem man da hängt auch gestehen bleibt und dass man nicht zu weit geht also sich irgendwie da sich selbst auf die Abschlussliste zu schreiben weil man zu viel nach vorne presst und gleichzeitig so diese Missstände zu erkennen.

00:41:53: Und wenn ich so nur ein bisschen zurück denke in der Zeit im Triathlon ... dann war das auch schwierig, wenn so auf Funktionärs-Ebene... ...dann du das Gefühl hast, dass du weißt jetzt überhaupt ab einem gewissen Punkt.

00:42:06: Du weißt überhaupt nicht, woran du bist,... ...weils ständig was Neues erzählt wird.

00:42:10: So in der einen Kontext wird irgendwas so dargestellt und dann wird es ganz woanders wieder anders rausgezogen... ...und anders erzählt und das ist wie eine Verwirrungstaktik,... ...dass man sich selbst mal fragt, wo wollte ich eigentlich nochmal hin?

00:42:25: Man weiß das selber gar nicht mehr.

00:42:26: Das ist bei mir

00:42:27: tatsächlich nicht so!

00:42:28: Also ich weiß sehr genau, wer wohin will.

00:42:32: In dem Fall ist es halt eher so ein lästiger Kritiker soll eben Mundtut gemacht werden und dementsprechend... Es ist ja anstrengend, ich will das Thema gar nicht soweit ausbreiten weil das eben auch nur ein kleiner Teil von unserem Dasein ist.

00:42:43: aber weil du es gesagt hast, warum traub man sich das überhaupt?

00:42:47: Es gibt wenig Athleten die überhaupt sich in der Position bringen was sagen zu können weil oft eben diese Abhängigkeit von Verbandstrukturen so hoch ist Dass man eben tatsächlich an diesem Tropf hängt, den du geschildert hast.

00:42:59: Und es und ich, wir haben uns eben von klein auf schon recht breit aufgestellt so das heißt... Es tut einem schon sehr weh wenn der Verband dann diesen Tropf abschneidet aber die Karriere würde weitergehen können.

00:43:13: Das war auch wie ich erschreckend als das erste Mal in größeren Diskussionen entbrannt ist Wie viele aktive Athleten teilweise auch mir geschrieben haben gesagt habe Ich bin froh dass mal jemand was sagt Ich könnte das nicht, weil wenn mir die Bundeswehr genommen wird, dann ist meine Karriere vorbei.

00:43:29: Das finde ich schon auch sehr erschreckend so ne?

00:43:31: Weil dieses Klima der Angst was da aufgebaut wird ja offensichtlich ist und die Verantwortung liegt dann eben beim Vorstand.

00:43:40: Wenn eben so ein System existiert, dann muss sich der Vorstand eben die Fragen gefallen lassen.

00:43:44: nur dadurch dass ich jetzt eben auch mir die Zeit genommen habe intern diese Sachen anzusprechen und damit immer auf Granit gebissen hab Bleibt mir gar keine andere Möglichkeit als den Weg der Öffentlichkeit zu wählen, weil das eben auch der zweite Teil dieser Strategie ist.

00:43:57: Einmal das Quarulantentum und das Zweite ist eben... Der geht ja bei jeder Kleinigkeit eine Öffentlichkeit aber die Öffentlich- keit ist ja nur das was die Leute sehen dass dahinter ein sehr langer Weg steckt, intern wirklich jeden weg ausgeschöpft zu haben, der möglich ist sich stundenlang Zeit in Calls genommen zu haben und abgekanzelt zu werden oder auch im Calls Signale teilweise bekommen zu haben die eigentlich konstruktiv waren, aber hinterher zu hören da wird sich überhaupt nicht mehr für eingesetzt.

00:44:24: Das sehen die Leute natürlich nicht und das ist auch im Interesse des Verbandes das möglich kleinzuhalten weil dann natürlich diese Argumentationsgrundlage des Quarulantentums vielleicht gar nicht so belastbar ist.

00:44:35: also es schon sehr anstrengend.

00:44:37: aber dadurch dass ich eine journalistische Ausbildung habe hab ich eben auch die Möglichkeit rhetorisch mich gegenzuwehren und das machen wir natürlich.

00:44:47: Ich

00:44:48: würde das jetzt so machen, wie du es gesagt hast.

00:44:51: Ja sonst dann nicht weiter drüber sprechen weil das ist ein Thema da ja... Wenn man an so das Gute im Sport denkt, dann merkt man relativ schnell dass einem sich sehr so innerlich die Nackenhaare aufstellen.

00:45:03: wenn man merkt dass das System was den Sport eigentlich befeuern sollte und die Sportlerinnen und Sportlern fördern sollte und ermutigen sollte Und auch dass das ein System sein sollte was ja dankbar dafür sein sollte, wenn es mündige Athleten gibt die auf... Aufmerksam darauf machen wo brauchst mehr Unterstützung?

00:45:24: Wo muss irgendwie ich sag mal so ein Paradigmenwechsel stattfinden?

00:45:27: oder oder oder dass das System sich so um die Protagonisten dreht.

00:45:33: Also die Athletinnen und Athleten.

00:45:34: Wenn man halt dann hört ist halt nicht so, dann finde ich das immer ernüchternd.

00:45:38: von daher lass uns halt das Thema einen Haken machen.

00:45:41: Ich glaube alle die Interesse haben dazu verfolgen können das ja auch über allen möglichen öffentlichen Debatten tun.

00:45:46: ... werden dann mitbekommen, was dann so zu besprechen ist.

00:45:50: Und wer bei der Erfahrung ist das tatsächlich... ...der einzige Weg da, was zu bewegen über öffentliche Debatten ist?

00:45:55: Also dementsprechend ist auch jeder willkommen, der sich daran beteiligt und das ist mir wichtig.

00:45:59: Es gibt ja einen Grund warum ich teilweise den Weg über die Öffentlichkeit wähle weil ich eben gelernt habe,... ...dass der einzige Weg ist, dass drüber gesprochen wird.

00:46:08: Absolut!

00:46:08: Deswegen ist es auch richtig, dass es den Weg da gibt.

00:46:13: Aber dazu... ... weil wir sind jetzt relativ lange in den Gespräch reingestattet, dass ich ganz anders anfangen wollte.

00:46:19: Ursprünglich hatte mir eine ganze andere Realschicksfrage überlegt... ... fand das aber jetzt ganz spannend um halt einen... ... seinen Leistungssport Background irgendwie kennenzulernen und wie du Leistungsport betrachtest.

00:46:30: Aber meine ursprüngliche Einstiegsfrage wäre so gewesen, weil wir uns ja gar nicht kennen.

00:46:34: also wer muss noch nie unterhalten oder sind es noch nie begegnet?

00:46:38: Wie das ist wenn du jemanden so zum ersten Mal triffst oder kennenlernst ob's da was gibt Wenn du drüber nachdenkst, auf das du so speziell achtest bei jemandem.

00:46:47: Wenn du jetzt jemanden neu kennenlernst um rauszufinden... Was ist das für einer?

00:46:52: Oder ist man sich sympathisch oder so?

00:46:55: Legst du da auf irgendwas wert?

00:46:58: Nicht direkt!

00:46:58: Ist ja auch ein Eindruck der dann nicht nur rein kommunikativ sondern dass er ein Gesamtpaket, Körpersprache als Drum und Dran.

00:47:06: Ich finde es immer sehr spannend heraus zu finden was für Interessen Leute haben also gerade auch wofür sie sich interessieren.

00:47:14: Und ich glaube, dass man relativ schnell einfach merkt ob man ein gut miteinander connectet oder eben nicht.

00:47:20: Es ist ja beides völlig in Ordnung und grundsätzlich versuche immer möglich es offen natürlich auf jeden zuzugehen.

00:47:29: Ich glaube wenn man dann einfach im Gespräch kommt, hat man da relativ schnell einen Gefühl dafür wie allein jemand redet sich ausdrückt oder auch fragt.

00:47:37: Also ich finde es immer wichtig wenn man jemand fremden kennen lernt nach Möglichkeit reduziert über sich selbst zu sprechen, sondern eben die Gegenfragen stellt.

00:47:46: Ich glaube es ist eine gute herangehensweise an jeden Menschen dass man selber auch im Hintergrund fragt lasst doch mal lieber die eine Gegenfrage mehr stellen als das über mich wiederzureden.

00:47:57: und ich glaube das ist tatsächlich so eine Sache wenn ich merke da ist jemand der monologisiert.

00:48:04: viel über sich Selbst mache ich natürlich jetzt hier auch als Podcast-Cast gerade Aber ich glaube, wenn du mit mich jemanden auf der Straße ins Gespräch kommst, finde ich das immer so ein erster Indikator wie sympathisch mir jemand ist.

00:48:17: Wenn jemand einfach einen guten Mix hat aus sich für das Gegenüber zu interessieren und gleichzeitig auch etwas über sich selbst preiszugeben.

00:48:24: Das finde ich sehr angenehm.

00:48:27: Und gibt es was so einen guten ersten Eindruck den Du hinterlassen möchtest bei einem ersten Kennenlärm bei jemandem?

00:48:34: Nein, ich finde, wenn man sich da überhaupt aktiv Gedanken zu macht, dass man dann sich eigentlich schon verstellt... Also wenn ich jetzt irgendwo hingehen sage, ach, ich bin jetzt hier und muss unbedingt einen guten ersten Eindruck hinterlassen.

00:48:45: Dann hat das immer schon so ein Komponente des Verstellens mit drin.

00:48:49: Deswegen mache ich mir da sowas gar keine Gedanken.

00:48:52: Ich gehe einfach rein und dann ist man im Gespräch drin.

00:48:55: Und deswegen würde ich auch eben raten, dass vielleicht nicht zu tun aussitzt, es ist jetzt vielleicht ein Vorstellungsgespräch oder... Das passiert ja bei uns schon manchmal, ne?

00:49:04: Dass man Kino zählt oder Speaker ist, dass man da vielleicht einen lustigen Einstieg hat der vielleicht einen guten Eisbreaker abgibt.

00:49:12: Aber ich glaube grundsätzlich ist es immer besser wenn man einfach komplett unbedarf in so ein Gespräch reingeht weil man dann eben auch ehrlich und authentisch ist.

00:49:20: Magst du solche Situationen?

00:49:21: Also wenn du irgendwie sagen bei der Kinot ist ja der Rahmen man ist eingeladen und man hat ein Thema und dann sitzt die Leute im Türlam zu.

00:49:32: Das ist ja was anderes, als wenn du irgendwie auf eine Veranstaltung kommst und da kennt man niemanden.

00:49:38: Man geht dann alleine hin oder ist dann so ein bisschen orientierungslos.

00:49:42: Magst du sowas?

00:49:43: Also in Situationen reingeworfen zu werden und dann rauszufinden wie gehe ich jetzt damit richtig um?

00:49:50: Es kommt auch den Kontext an.

00:49:51: also wenn das eine Veranstalten ist wo ich grundsätzlich jetzt niemanden kenne was aber im Kontext Wo ich mich wohl fühle, also zum Beispiel Veranstaltung mit Sportlern und allem.

00:50:01: Dann würde es mir deutlich leichter fallen als wenn's eine Veranstaltung ist wo ich eher exotisch unterwegs bin.

00:50:06: Also das kann ja mal sein dass man dann in so einem menischer Kontext reingeworfen wird.

00:50:11: Dass man dann der Sportler ist der auf einmal dann auf einen Haufen Geschäftsleute trifft.

00:50:16: Ich glaube das teilweise schon schwieriger ist.

00:50:19: Also ich bin grundsätzlich jetzt auch nicht der Typ der extrem leicht... auf Leute zugeht.

00:50:25: Ich würde mich eher als zurückhaltend bezeichnen, dementsprechend kostet mir das schon immer auch ein bisschen Überwindung und hängt immer sehr stark vom Kontext an.

00:50:35: also wenn ich jetzt im Rahmen von so einem Laufwettkampf bin und da auf Leute treffe ist es was völlig anderes weil da bist du immer im Gespräch, da hast du immer irgendein gemeinsames Nenner.

00:50:44: aber bei Leuten die ich überhaupt nicht kenne Kann es manchmal auch sein, dass man gar nicht diesen gemeinsamen Nenner hat und dann eher so einen holprigen Einstieg hat.

00:50:52: Also kostet mich wenn ich ehrlich bin schon immer ein bisschen Überwindung.

00:50:54: aber ist jetzt für mich auch kein Grund solche Sachen zu meiden.

00:50:57: also wenn du mir doch meine ehrliche Meinung fragst dann ist es schon so.

00:51:01: Ja das ist das immer angenehmer ist wenn du mit Leuten unterwegs bist auf so einer Veranstaltung Dass du vielleicht zwei drei Leute hast die du kennst wo du da immer ins Zweifel sag ich mal dann ja auch gute Gesprächspartner hast und dann nicht irgendwie ... freies Radikal, da durch einen Raum spiepst und ich weiß wohin.

00:51:19: Ja aber ist das dann... also bist du mehr so der Beobachter dann?

00:51:24: Also wenn du jetzt sagst ja, manchmal fällt dir es dann ein bisschen schwer auf andere zuzugehen,... ...bekommst du den Raum, du musst erst mal schauen, Gefühl dafür bekommen wie ist die Stimmung,... ...wie sind so die Leute?

00:51:36: und wenn jetzt an... großer Gruppentisch ist.

00:51:38: Bist du dann derjenige, der die Reden schwingt und der die Konversation am Laufen hält?

00:51:43: oder bist du denn derjenig, der sitzt und einfach nur zuhört?

00:51:45: Naja ich bin definitiv eher in der beobachter Rolle.

00:51:48: also ich bin jetzt einfach durch die Tätigkeit als Sportler und durch das was wir uns da so ein bisschen aufgebaut haben dass man eben auch öfter natürlich vor Leuten spricht.

00:51:56: Dann bin ich natürlich öfter in der Situation und bin es auch gewohnt.

00:51:59: aber rein von meinem naturell fühle ich mich deutlich wohler wenn nicht verfolgen kann und ich brauche auch nicht den Platz am Kopf des Disches

00:52:08: Spannend.

00:52:09: Also wie würdest du denn da naturell beschreiben?

00:52:15: Auf jeden Fall eher defensiv und zurückhaltend, aber wenn Du weißt was Du kannst dann hast Du glaube ich schon eine Selbstsicherheit.

00:52:25: Ich habe durch den Sport dann schon gelernt relativ genau zu wissen was ich investiert hab und was auch mein Stand ist.

00:52:33: also meine Fähigkeiten sind Und ich glaube, dass man da immer besser mit ist als wenn man tendenziell versucht sich vielleicht zu profilieren.

00:52:38: Mit etwas was man vielleicht gar nicht auf der Haben Seite hat.

00:52:41: Also es ist ja sicherlich auch eine Fähigkeit wenn man wenig verkaufen kann zu viel.

00:52:47: aber ich versuche immer eher mit Fakten oder mit Tatsachen dann zu glänzen.

00:52:57: So war's eigentlich immer Aber das sind so Sachen über die mache ich mir relativ wenig Gedanken.

00:53:01: Ich kann mich aber vor allem erinnern immer an die Schulzeit, das war noch so eine Phase wo man ja auch selber noch deutlich unsicherer war als man es jetzt heute ist als erwachsener Mann.

00:53:10: und da würde ich schon sagen dass mir immer schwer gefallen ist in einen Raum reinzugehen wo ich niemanden kenne.

00:53:17: also das ist definitiv so.

00:53:19: Das sämtliche bedeutet das ja so dass du das Momente gibt in denen gehst du aus ... aus deiner Komfortzone raus, ne?

00:53:27: Also der natürliche Komfortzone sieht anders aus und dann gibt's aber die Momente wo du gezwungenermaßen daraus kommen musst.

00:53:35: Und diese Komfort zone, die gibt es ja auch im Sport, die gibts auch im Alltag... ...und dann ist da immer wieder die Aufgabe aus der Komfort-Zone herauszukommen um weiterzukommen oder sich weiterentwickeln zu können.

00:53:47: Warum ist das lohnenswert?

00:53:48: also warum ist es lohnswert deiner Meinung nach die eigene Komfort Zone zu verlassen?

00:53:52: Das heißt jetzt in so diesen ich sag mal privaten Momenten in Gruppen, aber auch dann im beruflichen Kontext.

00:54:00: In einem sportlichen Kontex wie auch immer.

00:54:03: Ich würde sagen man kann sich ja selbst die Frage stellen ob man sich eher als Verwalter sieht oder als Macher sieht.

00:54:09: und wenn du verwalter bist dann brauchst nicht aus der Komfortzone rauszugehen weil dann kannst du das verwalten was du schon hast.

00:54:14: Das fühlt sich gut an ist komfortabel aber wenn expandieren, neue Sachen erschließen willst oder auch wachsen willst.

00:54:22: Wachstums ist glaube ich das beste Wort in dem Zusammenhang und funktioniert es eben nicht wenn man sie nicht verlässt weil wenn man immer das gleiche macht dann ändert sich nichts.

00:54:29: aber das habe ich natürlich im Sport so gelernt wie an wenigen anderen Lebensbereichen Und ich kann auf jeden Fall sagen Ich hab nie bereut den nächsten Schritt gemacht zu haben.

00:54:40: Und ich sage mal, wenn ihr selber die Frage stellt würde ich gerne den nächsten Schritt machen in welchem Bereich auch immer?

00:54:45: und die mit Nein beantwortet.

00:54:47: Dann sollte man die Komforts nicht verlassen aber ich glaube dass die meisten dann schon gerne den ersten Schritt In ihrem persönlichen Bereich machen würden und dann bleibt einem eigentlich nicht mehr viel übrig als das zu tun.

00:54:59: Ich habe nie bereut den nächsten schritt gemacht.

00:55:01: so haben es.

00:55:02: für mich ist ein schöner Satz.

00:55:03: also da steckt irgendwie viel drin und das kann man sich glaube ich auch selbst zum Motto machen.

00:55:09: Ich habe immer so eine Frage, die ich versuche rauszufinden in den Podcast.

00:55:13: Du hast jetzt gerade schon ganz viel über diese Parallele vom Sport zum Leben erzählt.

00:55:18: aber wenn du es auf einen Punkt bringen solltest bei der Frage was hast du aus dem Sport fürs Leben gelernt?

00:55:26: Was ist die deutlichste Message?

00:55:32: Dass deutlich mehr geht als man sich je vorstellen kann.

00:55:34: also das will ich schon ganz klar sagen angefangen habe, wollte ich ja eigentlich besser im Fußball werden.

00:55:41: Das war meine Utazierung mit dem Laufen anzufangen und jetzt mittlerweile hat man ja deutlich mehr.

00:55:48: Man lebt von dem Sport, man hat sich im Grunde sehr viel aufgebaut.

00:55:51: damit.

00:55:52: das haben sich so viele neue Türen geöffnet.

00:55:53: dadurch also es lohnt sich schon dass man eine Sache mit Leidenschaft betreibt wenn man dann viel weiter kommt als man sich das ursprünglich überhaupt vorstellen konnte und manchmal sind dann eben auch.

00:56:08: Wenn ich jetzt zehn Jahre vorausblicke, hätte ich das vor zehn Jahren gedacht.

00:56:11: Dass ich da bin wo ich bin, hätte nicht gedacht.

00:56:14: Manche Sachen kann man sich gar nicht vorstellen die dann doch eintreten und es lohnt sich zu träumen weil das tatsächlich auch in Erfüllung gehen kann wenn man wirklich ehrlich so wie selbst sagen kann Ich habe dafür komplett gearbeitet Und dass man auf jeden Fall lieber im Bereich aktiv sein sollte, der einen erfüllt als das man irgendwas macht was einem vom Außen aufgezwungen wird.

00:56:40: Am liebsten würde ich es jetzt dabei schon belassen weil ich die Zeit heute nicht überstrapazieren möchte.

00:56:44: aber ich hätte noch eine abschließende Frage und zwar... Was war für dich so im Laufe deiner Karriere der schönste oder bleibendste Moment an den du dich noch oft erinnerst?

00:56:57: Der nicht mit einer Ziellinie zu tun hat

00:57:01: Dass ich Esther kennengelernt habe.

00:57:04: Also eine relativ einfache Antwort, das ist natürlich auch durch den Sport passiert.

00:57:09: Wir haben es da im Trainingslager in USA kennengelernet, auch wenn wir da jetzt irgendwie noch nicht zusammen kamen.

00:57:14: Das hat dann noch ein bisschen gedauert.

00:57:16: aber ja ich sage mal dass mein privates Glück aus dem Sport entsprungen ist.

00:57:21: Das ist natürlich dann das beste Szenario was es irgendwie geht.

00:57:25: Ja, das war tatsächlich ne sehr einfache antwort Aber so einfach kann es ja manchmal sein.

00:57:32: Absolut richtig!

00:57:34: Vielen, vielen Dank für die Zeit, dass du dir das heute Abend da reingesetzt hast den Termin um mal ein bisschen zu erzählen.

00:57:41: Hat mir Spaß gemacht, da meine Fragen stellen zu können.

00:57:44: Ja mir auch, danke.

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